DAMALS Leserreise 22. bis zum 30. September 2026
Neuntägige Griechenlandtour mit Althistoriker Prof. Dr. Holger Sonnabend
Epirus („Festland“) ist der antike Name einer Landschaft im Nordwesten Griechenlands. Im Osten wird sie von Makedonien und Thessalien, im Westen von der Adria begrenzt. Hier lockt ein noch weitgehend unbekanntes Griechenland mit faszinierenden, auch landschaftlich attraktiven Stätten aus der Zeit der Griechen, der Römer, der Byzantiner und der Osmanen.
(bis 15. April 2026),
danach 3.395 Euro
Auf dem Programm stehen über Epirus hinaus mit Delphi und Theben Orte, die in der griechischen Geschichte eine herausragende Rolle spielten. Wissenschaftlicher Reiseleiter dieser Tour ist der Alt – historiker Prof. Dr. Holger Sonnabend von der Universität Stuttgart, Autor vieler erfolgreicher Bücher über Griechen und Römer sowie brillanter Erklärer der antiken Welt auf zahlreichen Reisen rund um das Mittelmeer. Für die DAMALS-Redaktion ist Stefan Bergmann, ehemaliger Chefredakteur, mit von der Partie.
Frankfurt – Thessaloniki – Ioannina: Flug nach Thessaloniki, Transfer nach Ioannina.
Ioannina – Dodona: Rundgang durch die Altstadt von Ioannina mit Besichtigung der osmanischen Aslan-Pascha-Moschee aus dem 17. Jahrhundert, des Museums für Volkskunde und des Archäologischen Museums. Ein weiterer Anziehungspunkt ist Dodona, die älteste Orakelstätte Griechenlands. Bleitafeln dokumentieren die Fragen, die von den Pilgern in der Antike an das Orakel gerichtet wurden. König Pyrrhos von Epirus, bekannt für seine „Pyrrhus-Siege“, die in Wirklichkeit Niederlagen waren, baute hier einen Zeus-Tempel. Das Theater gehörte mit seinen rund 18 000 Plätzen zu den größten in Griechenland.
Nikopolis (Actium) – Kassope – Preveza: Bootsfahrt auf dem Pamvotidasee. Auf einer Insel befinden sich das Haus des Ali Pascha, eines lokalen Dynasten des 19. Jahrhunderts, und das Kloster des Heiligen Nikolaus mit Wandmalereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Bei Nikopolis wurde am 2. September 31 v. Chr. Weltgeschichte geschrieben, als Oktavian, der nachmalige römische Kaiser Augustus, seinen Rivalen Marcus Antonius und die ägyptische Königin Kleopatra in der Schlacht von Actium besiegte. Weiterfahrt nach Kassope, einer Stadt mit bedeutenden archäologischen Monumenten. Übernachtung in Preveza.
Arta – Ephyra: Ambrakia beim heutigen Arta wird in den Quellen als „äußerste Stadt Griechenlands“ charakterisiert. In der Kirche Panagia Parigoritissa gibt es sehenswerte spätbyzantinische Mosaike aus dem 13. Jahrhundert. Beim antiken Ephyra liegt das Totenorakel am Acheron. Der Acheron war einer der Flüsse, der gemäß griechischer Mythologie die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt überführte. Die Orakelstätte bot nach antiker Vorstellung den Besuchern die Gelegenheit, bei einer Simulation der Reise in die Unterwelt mit ihren toten Familienangehörigen in Kontakt zu treten. Das Orakel befindet sich unter der im 18. Jahrhundert gebauten Kirche Agios Ioannis Prodromos.
Oiniadai – Pleuron – Kalydon – Nafpaktos: Stratos gehörte in der Antike zur Landschaft Akarnanien. Die antike Stätte bietet ein Theater mit 6000 Sitzplätzen, Reste der Agora, eine Reihe von öffentlichen und privaten Gebäuden sowie einen Zeus- Tempel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Oiniadai war eine wichtige Hafenstadt. Erhalten sind unter anderem die Stadtmauer, ein Hafenkastell und auch Werften. In Pleuron finden sich bemerkenswerte Zeugnisse vornehmlich aus hellenistischer Zeit. Nafpaktos war in türkischer Zeit Flottenstützpunkt. 1571 fand hier eine legendäre Seeschlacht zwischen Osmanen auf der einen und Spaniern und Venezianern auf der anderen Seite statt. In die Geschichte ist sie eingegangen als das letzte Gefecht, das noch mit Galeeren geführt wurde.
Makynia – Thermos: Makynia erlebte seine Blütezeit im 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. Zu den urbanen Perlen zählen Stadtmauer und Theater. Thermos, in der Landschaft Ätolien gelegen, war in der Antike Mittelpunkt der politischen Organisation des Ätolischen Bundes. Archäologische Highlights bilden eine Stoa, ein Ratsgebäude und ein Tempel des Gottes Apollon. Das Museum präsentiert sehenswerte Funde aus Stadt und Region.
Osios Loukas – Theben: In Osios Loukas besichtigen wir das byzantinische Kloster mit seinen prächtigen Mosaiken aus dem 11. Jahrhundert. Theben in der Landschaft Böotien spielte in der Antike zeitweise in der ersten Liga der Großmächte. Das Archäologische Museum, 2016 eröffnet, gehört zu den wichtigsten Sammlungen in ganz Griechenland. In dem modern gestalteten Museumsbau werden Funde aus verschiedenen Epochen gezeigt, so etwa mykenische Linear-B-Tafeln, Schmuckstücke aus Gold und Elfenbein sowie Fresken, Skulpturen und Keramik.
Delphi: Delphi zählt zu den Höhepunkten einer jeden Griechenlandreise. Die Anlage der Orakelstätte erstreckt sich als terrassenförmiges Gelände an den Ausläufern des Parnassosgebirges. Hier bietet sich ein großartiger Blick hinunter zum Tal des Pleistos und zur Bucht von Itea am Golf von Korinth. In der Antike galt Delphi als Zentrum der Welt. Hier verkündete im Auftrag des Apollon eine Pythia genannte Priesterin Sprüche, so geschickt formuliert, dass sie immer richtig waren. Zu dem imposanten Komplex von Delphi gehören neben dem Apollon-Tempel eine heilige Straße, Schatzhäuser, Tempel und ein Stadion.
Rückflug vom Flughafen Athen.
Karawane Reisen
Susanne Möhler
Schorndorfer Straße 149
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E-Mail: susanne.moehler@karawane.de
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